Update zu RWE-AG auf Talfahrt und Goliath fällt weiter
RWE Sell-Out – Energiewende fortsetzen!
Dax setzt Talfahrt fort.. Investor*innen hieven RWE-Kurs heute nach dem gestrigen Sell-Out von 8 bis 15 Uhr auf 15,60 €, um den zehntägigen Absturz (-3.9%) bei 15,10 € aufzuhalten. Doch seit zwei Stunden fällt der Kurs weiter (-0,3%), sodass absehbar ist, dass sie Gesamttendenz fortsetzt: -6,9% auf drei Monate, -16% auf 1 Jahr, -39% auf 5 Jahre. In Anlegerforen wird spekuliert:
nachdem ich die shorts (leider viel zu früh) abgegeben habe, sehe ich für heute und insbesondere morgen hier einen Kurszuwachs. Morgen ist Verfallstag und man sieht schon, dass die Kursabschläge wohl doch in dieser Höhe zu heftig waren. Ich bezieh das auch nicht auf lange Sicht, aber für heute und morgen sihets nach ordentlich “grün” aus. Es wird ja schon heute völlig entgegen des deutlich weiter fallenden Marktes immer wieder durch Käufe gestützt, offenbar ist ein Unterchreiten der 15 in keinster Weise gewollt!!! Für einen zumindest kurzfristigen “Zock” diesmal in die andere Riochtung sehe ich hier allerbeste Voraussetzungen, da kann der Dax nochmal um 100 Punkte fallen, hier gehts nicht unter 15, heute definitiv nicht!RWE kämpft uns nackte überleben.
Mit mehr oder weniger hoch subventioniertem grünen Strom wird inzwischen 25% des Stroms erzeugt.
Dummerweise wird das auch ohne grosse Subventionen noch mehr werden, da Windstrom richtig billig ist um die 7 cent/kwh und Solarstrom auf jeden Fall billiger als der Stromverkaufspreis ist.
Der Marktanteil von RWE, E.On, … ist also im Moment bei 75% und wird immer weniger.
Dann müssen noch die Kernkraftwerke zurückgebaut werden.
Das ganze bei einem hohen Schuldenstand.
Ich würde im Moment RWE nicht mal für 8 Euro kaufen.
100% minus sind von jedem Kurs aus möglich.
Zuerst wurde RWE in den guten Zeiten von den am Unternehmen beteiligten klammen Kommunen zu hohen Ausschüttungen motiviert.
Darum hat RWE jetzt eine noch kritischere Bilanz als E.on.
Dann hat die Politik mit einer zum Teil absurd teuren Förderung alternativer Energie den für die konventionellen Stromerzeuger verbleibenden Markt verkleinert.
RWE ist damit für mich als Aktionär aber nicht attraktiver weil die Politik das Unternehmen an den Rand des Abgrunds manövriert hat …
Für den einen einen ist es blanker Irrsinn und für den anderen sind das Muster, die sich seit Jahren immer wieder an der Börse wiederholen.
Und in den Foren sind es immer die selben Sprüche und die gegenseitigen Versicherungen, dass diesmal aber alles ganz anders und jeder Vergleich unzulässig ist und diesmal die Aktie ganz bestimmt bald steigen wird, sobald nur die bösen Shortseller weg sind…
Was ich halt einfach nicht verstehe ist, dass hier viele an Dinosauriern festhalten und diese schönreden
Der öffentlich-rechtliche Fonds für ihre Mrd. Rückstellungen wird in kürzester Zeit Realität werden und das Geld, dass sie auf dem Gerichtsweg gewonnen haben, wieder im in einem viel größeren Umfang ihnen genommen werden. Diese Klagen werden die Konzerne auf jeden Fall verlieren, ganz egal wie sie ausgehen.
Jedenfalls ist die Energiewende durch nichts aufzuhalten, und RWE wird weiter fallen, so lange kein ernsthafter Umstieg auf Erneuerbare zu erkennen ist.
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Terium tauscht Stühle bei britischer Tochterm um Sell-Out zu stoppen
Coffey war erst im Frühjahr von der RWE-Ökostromtochter Innogy nach Großbritannien gewechselt. Er solle die Tochter nun auf Vordermann bringen. Finanzchef Jens Madrian müsse ebenfalls seinen Posten räumen. RWE kämpft auf der Insel mit Problemen im Abrechnungssystem und mit einem Kundenschwund. Das operative Ergebnis war dort im ersten Halbjahr um 52 Prozent auf 83 Millionen Euro eingebrochen. RWE und RWE npower lehnten eine Stellungnahme ab.
Mit dem Schritt wolle Terium das Heft in die Hand nehmen, sagte ein Insider. Die ohnehin gebeutelte Aktie des Konzerns hatte nach der Bekanntgabe der Probleme in Großbritannien vor einer Woche deutlich an Wert verloren. Der Kurs ist auf den tiefsten Stand seit mindestens 24 Jahren gefallen. Nach der Reuters-Meldung über den Führungswechsel in Großbritannien drehte sie am Donnerstag ins Plus.
… ohne weitere Dividendenkürzungen verhindern zu können
Nach Daten der Nachrichtenagentur Reuters liegen die Schätzungen der Experten im Schnitt bei 75 bis 85 Cent je Aktie. Einige rechnen sogar nur mit 50 Cent. Für 2014 hatte RWE noch einen Euro gezahlt – für 2008 waren es noch 4,50 Euro. Vorstandschef Peter Terium steuert mit einem Konzernumbau, neuen Geschäften, einen Jobabbau und Einsparungen gegen.
RWE machen die gefallenen Strom-Großhandelspreise zu schaffen. Hinzu kommen aber auch Abrechnungsprobleme und ein Gewinneinbruch im wichtigen Großbritanniengeschäft.
“Die Probleme in Großbritannien sind der erste echte Kratzer im Image von Peter Terium”, sagte der Portfolio-Manager von Union Investment, Thomas Deser.
Das Geschäftsmodell sei auch wegen der Unsicherheit über die künftige Höhe der Dividende für viele Anleger kaum reizvoll. Die Aktie war in den vergangenen Tagen auf den tiefsten Stand seit mindestens 24 Jahren gefallen. Am Donnerstag verlor über ein Prozent auf 15,59 Euro.
Eine Dividendensenkung könnte auch vielen Kommunen bei ihren Haushaltsplanungen Probleme bereiten. Sie halten knapp 24 Prozent der Anteile. Klamme Städte wie Essen, Dortmund oder Bochum und haben lange Zeit auf verlässliche Einnahmen aus ihrer Beteiligung an dem Versorger gesetzt. Mit dem Absturz der Aktie drohen manchen Kommunen Abschreibungen, wenn sie das Papier noch zu höheren Werten in ihren Bücher stehen haben. 2007 war die Aktie noch fast 100 Euro wert.
18.8. ANALYST RÄT ZUM VERKAUFEN
FRANKFURT (dpa-AFX) – Die RWE-Aktie (RWE) steckt weiter tief im Tal der Tränen. Skeptische Analystenkommentare drückten das Papier des Versorgers am Dienstag auf den tiefsten Stand seit mehreren Jahrzehnten. RWE, genauso wie der Rivale Eon, leidet unter den Folgen der politisch gewollten Energiewende, die die einst so einträglichen Großkraftwerke zu einem Klotz am Bein machen.
Am Dienstag mussten die RWE-Aktionäre einen skeptischen Kommentar der französischen Großbank Societe Generale verkraften. Analyst Lüder Schumacher empfahl, die Anteilscheine zu verkaufen. Sein Kursziel senkte er von 21 auf 15 Euro.
Seine Liste der Bedenken sei mit Blick auf den Versorger bereits lang und nun um die Erwartung höherer Steuern erweitert worden, schrieb Schumacher. Der Analyst kappte daher seine Gewinnschätzungen für 2015 und 2016 kräftig. Die Sorgen um eine Abschwächung der Wirtschaft in China könnten die Strompreise und damit den Aktienkurs von RWE zusätzlich belasten, warnte er.
Laut RBC-Analyst John Musk erscheint eine Dividendenkürzung nun unvermeidlich. Er erwarte, dass die Essener die Ausschüttung um 40 Prozent senkten. Für 2014 hatte RWE noch 1 Euro je Aktie an seine Anteilseigner verteilt.
Der kriselnde Energiekonzern könnte einem Bericht zufolge den ehemaligen SAP-Finanzvorstand (SAP SE) Werner Brandt zum Aufsichtsratschef machen. Ein Händler meinte, dass Werner Müller, der Vorsitzende der RAG-Kohlestiftung, eventuell besser für den Job geeignet sei.
Der frühere Bundeswirtschaftsminister könnte seine Kontakte nutzen, um bei den Verhandlungen über die Rückstellungen für den Rückbau der Kernkraftwerke und die Endlagerung des Atommülls eine gute Lösung für RWE zu erzielen./la/das/mzs/he
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